Wahrscheinlichkeit einfach erklärt – Grundlagen

Mathematik · Grundlagen

Wahrscheinlichkeit ist nichts anderes als die Antwort auf die Frage: „Wie wahrscheinlich tritt etwas ein?“ – ausgedrückt als Zahl zwischen 0 (unmöglich) und 1 (sicher). In den nächsten Minuten verstehst du die komplette Grundlage: vom Zufallsexperiment über die berühmte Laplace-Formel bis zu Und/Oder, Gegenereignis und Baumdiagramm. Mit Würfel, Münze und Karten als Beispielen – und Übungen samt Lösung zum direkt Mitrechnen.

Versprochen: Am Ende rechnest du eine Wahrscheinlichkeit aus dem Stand aus.

Was ist eine Wahrscheinlichkeit überhaupt?

Eine Wahrscheinlichkeit ist ein Maß dafür, wie sicher ein bestimmter Ausgang ist. Sie liegt immer zwischen 0 und 1 – oder, wenn du sie in Prozent umrechnest, zwischen 0 % und 100 %. Eine Wahrscheinlichkeit von 0 bedeutet „passiert nie“, eine von 1 bedeutet „passiert garantiert“. Alles dazwischen ist mehr oder weniger wahrscheinlich.

Bevor wir rechnen, brauchst du drei Begriffe, die in jeder Aufgabe vorkommen. Sie klingen technisch, sind aber kinderleicht:

ZufallsexperimentEin Vorgang mit ungewissem Ausgang, den du beliebig oft wiederholen kannst – z. B. einen Würfel werfen oder eine Münze werfen.
ErgebnisEin einzelner möglicher Ausgang des Experiments – beim Würfel z. B. die „4“. Alle Ergebnisse zusammen bilden den Ergebnisraum.
EreignisEine Zusammenfassung von einem oder mehreren Ergebnissen, für die du dich interessierst – z. B. „eine gerade Zahl würfeln“ (= 2, 4 oder 6).
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Ein Ergebnis ist ein einzelner Ausgang. Ein Ereignis ist die Frage, die du stellst („gerade Zahl?“) – und kann mehrere Ergebnisse umfassen.

Die Laplace-Formel: günstige durch mögliche

Wenn alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind – wie bei einem fairen Würfel oder einer fairen Münze – berechnest du die Wahrscheinlichkeit mit der Laplace-Formel. Sie ist das Herzstück der ganzen Wahrscheinlichkeitsrechnung und überraschend simpel:

P(E) = Anzahl der günstigen Ergebnisse Anzahl der möglichen Ergebnisse P(E) = Wahrscheinlichkeit des Ereignisses E

„Günstige Ergebnisse“ sind die, bei denen dein Ereignis eintritt. „Mögliche Ergebnisse“ sind einfach alle, die überhaupt passieren können. Du zählst beide und teilst – fertig.

Beispiel Würfel: eine gerade Zahl

Ein Würfel hat 6 mögliche Ergebnisse (1, 2, 3, 4, 5, 6). Günstig für „gerade Zahl“ sind 2, 4 und 6 – also 3 Ergebnisse.

P(gerade) = 36 = 12 = 0,5 = 50 %

Beispiel Münze: Kopf werfen

Eine Münze hat 2 mögliche Ergebnisse: Kopf oder Zahl. Günstig für „Kopf“ ist genau 1 Ergebnis.

P(Kopf) = 12 = 0,5 = 50 %

Beispiel Karten: ein Herz aus 32 Karten

Ein Skatblatt hat 32 Karten, davon 8 Herz-Karten. Du ziehst eine Karte:

P(Herz) = 832 = 14 = 0,25 = 25 %
Arthur Hardy Kotsch
Über den Autor
Arthur Hardy Kotsch

Gründer der Softwaremarke Kotsch.Tech, B.Eng. Digital Engineering, aktuell im MBA-Studium Production Management (TU Chemnitz). Entwickelt 34 Apps im Apple App Store sowie Android-Apps, Windows-Programme und Web-Anwendungen.

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